Meine Tipps und Tricks rund ums Kleiderfasten

Fashion Fasting: Tipps für Kleiderfasten

Und ich dachte noch, Kleiderfasten wird easypeasylemonsqueezy. Oh Boy, lag ich falsch!

Kurz zu meinem Setting: Seit ein paar Jahren faste ich zur Fastenzeit auf etwas, das ich entweder gern mag oder für sehr normal hinnehme und durch Verzicht wieder etwas mehr zu schätzen lerne. Das war mal Zucker, dieses Jahr waren es Kaffee und eben Kleiderfasten.

Meine Learnings und Tipps für´s Kleiderfasten

  1. Sich einen zeitlichen Rahmen setzen. Das können die 40 Tage vor Ostern, aber auch ein oder drei Monate sein. Ein Ende in Sicht zu haben macht das Ganze nur noch halb so schlimmm.
  2. Übergangszeit meiden. Ich neige am ehesten dazu, etwas Neues zu kaufen, wenn sich die Jahreszeiten ändern. Eine Shopping-Pause würde ich deswegen einlegen, wenn sich das Wetter nicht arg ändert, also beispielsweise von Juni bis August. Denn wenn die Sommer-Garderobe erstmal gesetzt ist, gibt es keine Ausreden mehr, um sich etwas Neues zu kaufen.
  3. Kein Kucken – nein, auch nicht einfach mal so. Boy oh Boy! Ich war während meinem Kleiderfasten in Sizilien und musste wegen schlechtem Wetter häufiger als geplant meine Jeans tragen. Komplett genervt davon habe ich beschlossen, nach dem Urlaub erstmal keine Jeans mehr zu tragen und aus Frust einfach mal nach Culottes und Stoffhosen geschaut. Ganz schwerer Fehler. Mein Tipp an euch: Meldet euch von allen Newslettern ab, schaut gar nicht erst bei den Online-Shops, entfolgt ihnen auf Instagram und obwohl ich in der letzten Zeit Pinterest für mich entdeckt habe, war das für meine Fasten-Zeit wirklich nicht förderlich. Übrigens: Nach der Fasten-Zeit habe ich nach stundenlanger (kein Witz!) Recherche dann tatsächlich eine Stoffhose gekauft und sie freudig erwartet. Das Ende vom Lied? Ich schicke sie wieder zurück!
  4. Listen schreiben. Zur Fasten-Zeit, aber auch generell, bewahren einen Listen vor Spontan-Käufen, die man letztlich im worst case bereut. Ich habe im April eine imaginäre Liste mit aaaaall den Dingen geführt, die ich mir nach Ostern kaufen wollte. Und zwar SOFORT. Ein Latzkleid ist jetzt tatsächlich auf meiner Liste für Geburtstags-Wünsche und die anderen 23580 Teile … mh, och, so wichtig sind sie mir jetzt auf einmal doch nicht mehr. Merkt ihr was? Neu-Anschaffungen ein paar Nächte „überschlafen“ und auf einmal siegt die Rationalität.
  5. Kreativ werden. Von meiner Jeans-Aversion habe ich ja oben schon erzählt. Nach dem Urlaub habe ich dann auch erstmal keine Jeans mehr getragen, sondern ganz viele Kleider und Röcke mit Strumpfhosen und außerdem meine Stoffhosen. Warte. Meine? Stoffhosen? Ja, ganz genau. Diese Fasten-Zeit hat mir wieder mal verdeutlicht, dass man manchmal oder meistens einfach mal in seinem Kleiderschrank wühlen und dann vielleicht noch ein bisschen kreativ werden muss und dann kommen die verborgenen Schätze schon wieder hervor.
  6. Buddy dazu holen. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Sagt alles, oder? Diese Challenge habe ich allein gemacht, aber ich erinnere mich noch, als meine Schwester und ich noch zusammen gewohnt und in einem Jahr auf Zucker gefastet haben: Pünktlich zum Mittags-Tief haben wir uns frustriert in der Küche auf einen Joghurt mit Datteln und Nüssen getroffen – so viel Joghurt mit Datteln und Nüssen habe ich seitdem nie wieder gegessen. Du hast keinen Buddy? Dann poste deine persönliche Kleiderfasten-Reise auf Instagram und schaffe durch das Veröffentlichen ein bisschen Druck für dich selbst. Aufgeben und es kriegen all deine Freunde und Follower mit? Mh, think about that.
  7. Mini-Ausnahmen sind okay. Was im Urlaub passiert, bleibt im Urlaub. Der Sizilien-Urlaub ist in die Fastenzeit gefallen und ich hätte mir definitiv ein Souvenir mit genommen – habe aber nichts gefunden, deswegen hat es sich eh erledigt. Wichtig wäre und natürlich ist mir aber immer die Botschaft einer solchen Challenge: Kaufe bewusst(er).

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Mein Fazit nach 40 Tagen Kleiderfasten

Während dem Fasten bin ich manchmal echt erschrocken, wie arg ich etwas kaufen wollte. Einfach etwas schönes Neues haben. Eigentlich dachte ich, dass ich eine sehr rationale Käuferin bin, deswegen hat es mich sehr erstaunt, dass mir das Kaufen so gefehlt hat. So, dann war aber die Fastenzeit vorüber und ich habe wie schon beschrieben unzählige Shops auf der Suche nach einer schönen neuen Hose durchforstet. Was blieb, war gestohlene Zeit, unnötiges Hin-und-Her-Schicken und die Erkenntnis, dass ich Shoppen doch nicht so toll finde, wie ich während der Fastenzeit dachte. Das Fashion-Fasting hat mir gezeigt, dass ich die Möglichkeit, immer etwas Neues kaufen zu können, sehr schätze. Außerdem hat mir diese Zeit wieder verdeutlicht, wie wichtig überlegter Konsum ist. Ob ich es wieder machen würde? Klar!

One comment

  1. Was für eine tolle Idee für die Fasten-Zeit. Ich kaufe seit fast 3 Jahren nicht mehr bei H&M und Co. und seit diesem „Bruch“ habe ich auch gemerkt, wie viel Zeit ich doch für das Stöbern durch Online Shops und Stores veratn habe. Ich kaufe seitdem nur noch Fair Fashion und Secondhand Mode und vertrödel immernoch ab und zu ein bisschen Zeit beim Stöbern – habe mir aber auch schon ein paar Tricks angeeignet wie ich Secondhand schnell passende Teile finde. Das klappt inzwischen schon ganz gut. Kleiderfasten habe ich aber noch nich ausprobiert.
    Liebe Grüße, Christine
    https://uponmylife.de/

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