Nachhaltiger Kleiderschrank: 5 Tipps

Diesen Moment kennt ihr vielleicht auch: Ihr steht vor dem vollen Kleiderschrank und habt mal wieder nichts Ordentliches anzuziehen. Etwas Neues kaufen ist angesichts der Klamottenberge auch keine Option, was also tun? Ich habe mir für euch ein paar Tipps überlegt, wir ihr einen nachhaltigen Kleiderschrank gestalten könnt, der jeden Tag hübsche Teile für euch bereit hält!

Was ist der Hintergedanke von diesem Beitrag? Als ich beschlossen habe, meine Kleidung los zu werden, war mein erster Gedanke: eBay. Gesagt, getan, ich habe ein paar Pullover verkauft und bin dann aber in der Masse der User und Angebote unter gegangen. Das war erstmal ziemlich frustrierend und ich dachte mir: Gibt´s da nicht noch mehr? Doch, na klar. Und schon geht´s los:

1. Verkaufen: Stellt eure Klamotten auf Kleiderkreisel oder eBay. Klar, ihr werdet nicht nach zwei Tagen alles verkauft haben, aber es ist auf jeden Fall eine Option. Außerdem natürlich Flohmärkte. Informiert euch im Internet und ich verspreche euch: Es gibt SO viele verschiedene Veranstaltungen, bei denen man seine Klamotten, Schuhe und Accessoires verkaufen kann. Packt noch eine Freundin oder einen Freund ein und dann macht das Handeln und Verkaufen gleich noch mehr Spaß. Eine Freundin hat mir übrigens eine wunderschöne Bluse abgekauft, die mir leider zu eng ist und an ihr einfach großartig aussieht. Ein super Deal für uns beide – sie hat ein neues Oberteil und ich ein bisschen Geld für ein großes Eis im Sommer 🙂

2. Tauschen: Darauf hat mich Instagram gebracht und ganz besonders Kim! Es gibt Tauschpartys, bei denen es weniger ums Kaufen geht als ums Tauschen. Ich war auch bereits bei einer und habe leider nichts für mich mit genommen. Dafür haben aber meine Klamotten neue und hoffentlich ganz tolle Besitzer gefunden. Das große Geld kann man damit auf keinen Fall machen, aber darum ging es mir auch nicht: Ich wollte einfach die Wertschöpfungskette meiner Kleidung verlängern und das ist allemal besser, als wenn sie im Keller verstaubt.

3. Minimieren: Ich erspare euch die Leier von meine Capsule Wardrobe 😀 Was ich euch aber empfehlen kann: Packt einen Teil eurer Klamotten einfach mal in Kisten und dann weg in den Keller. Wenn der ganze Überschuss mal weg ist, kann man mit den übrig gebliebenen Stücken ganz neue Kombis erfinden und richtig kreativ werden! Und wenn ihr nach ein paar Monaten die andere Kleidung wieder hervor holt, ist das wie eine große Überraschung und fühlt sich fast so toll an wie das Gefühl nach dem Shoppen, wenn man neue Klamotten hat. Nur dieses Mal eben ohne Shoppen 🙂

4. Kaufen: Ja, das gehört auch dazu. Auch ich habe meiner Capsule Wardrobe „neue“ Teile hinzu gefügt. Aber woher sie kommen, das ist das Wichtige. Wenn ich etwas ganz Neues einkaufe, dann achte ich auf faire und nachhaltige Produktion. Aber dann gibt´s ja auch noch Second-Hand Shops und ich weiß gar nicht mehr, wie viele coole Teile ich dort schon gefunden habe. Und spätestens seit Macklemore sind die Thrift Shops ja wohl mehr als angesagt!

5. Nimm dich nicht so ernst: Dieser Tipp kommt von einer guten Freundin und er ist so herrlich offensichtlich, dass ich ihn unbedingt mit euch teilen will. Und zwar: Lass deine Garderobe so, wie sie ist, aber zieh jedes Teil einfach mal an – no matter what. Klar, der Kleidungs-Stil ist immer auch Ausdruck der Persönlichkeit und zeigt bis zu einem gewissen Grad, wie man von Anderen wahr genommen werden will. Und dann die Blümchen-Bluse anziehen, die ich höchstwahrscheinlich in einem Moment geistiger Umnachtung gekauft habe? Jawohl, hab ich gemacht! Hat mir dann doch ziemlich gut gefallen und es ist doch auch schön, wenn man ausstrahlt: Leute, schaut her, ich nehme mich nicht ganz so ernst und trage diese komische Bluse einfach mit einem großen Lächeln und einer Portion Selbstbewusstsein!

PeopleTree

Ihr Lieben, ich hoffe, diese Tipps inspirieren euch oder helfen euch sogar auf dem Weg zu einem „nachhaltigen Kleiderschrank“. Habt ihr noch weitere Tipps? Ich freue mich auf eure Kommentare!

13 thoughts on “Nachhaltiger Kleiderschrank: 5 Tipps

  1. Hallo liebe Julia,
    sehr schöne Tipps find ich- Nr 1 und Nr 2 stehen auch ganz oben auf meiner To Do Liste für den Frühling! 🙂 Und zu Punkt 5- das stimmt auch echt, manchmal muss man sich einfach mal vornehmen, irgendwas nochmal anzuziehen und vielleicht gefällt es einem dann plötzlich wieder voll gut? Oder eben nicht, aber dann weiß man das auch und kann gleich zu Punkt 1 und 2 übergehen 😀 Ich persönlich glaube man hat viel zu viele Teile in seinem Schrank, die man nie ausführt und die einen nur in der täglichen Auswahl blockieren.

    Alles Liebe und eine schöne Woche für dich!
    Deine Corinna
    http://www.kissenundkarma.de

    1. Upsi, meine Liebe – total vergessen zu antworten! Jetzt aber: Ich freue mich immer riesig über deine Kommentare und finde es super, dass du dir über solche Dinge auch Gedanken machst – bin gespannt, was der Frühling so bringt 🙂

    1. Auch verrückt irgendwie, dass man sich heutzutage durch seinen Kleiderschrank „wühlen“ kann … Früher hatten die Leute wahrscheinlich nur eine oder eben zwei Jeans und wie viele habe ich heute? Oh weh, ich will gar nicht daran denken 🙂

    1. Sunray, vielen Dank für deine lieben Worte! Und ich sehe es genauso: Wenn man etwas wirklich will, ist der Weg dahin gar nicht so steinig, wie man vielleicht denkt 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*