Nachhaltig reisen: 13 Tipps

…für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis!

Ich bin gebräunt und tiefenentspannt von einem zweiwöchigen Urlaub in Österreich, Slowenien und Italien zurück. Was liegt da näher als ein Blog Post über nachhaltiges Reisen?

Möchtet ihr genauere Tipps von meinem Roadtrip? Falls ja, dann schreibt das bitte unten in die Kommentare und ich versorge euch mit Insider-Tipps rund um Hotels, die günstigsten Parkplätze und wo ich das womöglich beste Eis meines Lebens gegessen habe. Aber zurück zum Thema: Nachhaltig reisen und das so gut wie möglich, mit welchen Tipps geht das?

Was bedeutet überhaupt nachhaltig reisen?

Auf Wikipedia habe ich die schöne Bezeichnung „Sanfter Tourismus“ gefunden und unter dieser Definition werden drei Punkte gebündelt:

  1. so wenig wie möglich auf die bereiste Natur einzuwirken bzw. ihr zu schaden
  2. die Natur möglichst nah, intensiv und ursprünglich zu erleben
  3. sich der Kultur des bereisten Landes möglichst anzupassen.

Und wie kann man nachhaltig reisen?

Die Erklärung oben lässt schon erraten, dass man Nachhaltigkeit beim Reisen auf ganz viele unterschiedliche Arten umsetzen kann. Und das sollten wir alle auch tun, damit wir auch in Zukunft noch unbeschwert die Welt entdecken können. In welchem Bereich fällt euch nachhaltig reisen leicht und wo könntet ihr definitiv noch ein bisschen mehr Greta-Thunberg-Vibes brauchen?

Nachhaltige Transportmittel

  1. Fliegen (wo möglich) vermeiden oder zumindest reduzieren. Vor allem bei Zielen in Deutschland oder Europa sollten wir uns angewöhnen, auf den Zug umzusteigen. München-Wien oder München-Verona? Klappt prima mit dem Zug!
  2. Kreuzfahrten lassen. Fast alle dieser schwimmenden Mini-Städte verbrauchen nicht nur viel und giftiges Schweröl als Sprit, sondern benötigen ständig (auch, wenn die Urlauber in den Häfen von Bord gehen) unheimlich viel Energie für Licht, die Gastronomie und das Entertainment-Angebot.
  3. Öffentliche Verkehrsmittel am Urlaubsort nutzen. Die sind meistens unglaublich günstig und während man von A nach B kutschiert wird, kann man lesen, schlafen oder Musik hören. In manchen Urlaubsorten lohnt es sich gar nicht, ein Auto zu mieten, weil das öffentliche Netz so gut ausgebaut ist.
  4. Emissionen kompensieren. Organisationen wie Atmosfair oder MyClimate bieten die Möglichkeit, die schädlichen CO2-Emissionen, die beim Reisen entstehen, zu kompensieren. Mit einem integrierten Rechner errechnet man, wieviel ein Flugzeug oder das eigene Auto an Schadstoffen in die Luft gepustet haben und bezahlt dann den ermittelten Kompensationsbeitrag an die Organisation. Damit werden nachhaltige Klimaschutz-Projekte unterstützt. Wichtig: Bitte kauft euch damit nicht euer schlechtes Gewissen rein, denn die Emissionen sind ja trotzdem in der Luft.

Nachhaltig packen

  1. Mit weniger Gepäck reisen. Schon mal mit voll gepacktem Kofferraum den Brenner hoch gezuckelt und gedacht, das Auto rollt trotz durch gedrücktem Gaspedal gleich rückwärts bergab? Je mehr Gepäck wir dabei haben, umso mehr muss folglich transportiert werden und umso höher ist auch die Umweltbelastung. Deshalb: Minimalistisch(er) packen und nur das mitnehmen, was ihr auch echt braucht.
  2. Jutebeutel, Mehrwegflaschen, Becher und Dose mitnehmen. Mit diesen vier Helferlein könnt ihr auf Reisen sooo viel Müll vermeiden. In Europa ist das Trinkwasser großteils trinkbar und wenn nicht, gibt es mehr und mehr Abfüllstationen für gefiltertes Wasser. In unserem letzten Urlaub war das Leitungswasser so lecker, dass wir nur einmal im Notfall eine zusätzliche Plastikflasche kaufen mussten. Auch Müll aus Einwegplastik kann man so einfach vermeiden, wenn man zum Einkaufen (auf den Markt oder für Souvenirs) einen Jutebeutel mitnimmt und sich Oliven oder sonstige Antipasti einfach in eine kleine Dose einfüllen lässt. Klar, es klappt nicht immer, aber jede eingesparte Plastikdose hilft unserem Planeten.
  3. Auf nachhaltige Hygieneprodukte umsteigen. In vielen Hotels gibt es meist nur Travel Sizes oder Tütchen für Shampoo und Duschgel. Um weiteres Plastik zu vermeiden, macht es Sinn, sein eigenes Shampoo in der normalen Größe mitzunehmen oder sogar auf die viel leichtere Variante umzusteigen: Festes Shampoo. Wer leicht und nachhaltig reisen will, kann außerdem Zahnputztabletten kaufen und muss nicht die große Tube mitschleppen.

Nachhaltig vor Ort

  1. All Inclusive vermeiden. Diese Tourismus-Form sorgt meist dafür, dass die Hotelgäste nur in der Anlage sind und die einheimischen Restaurants und andere Angebote nicht besuchen. Im schlimmsten Fall muss sich die Bevölkerung mit den Müllbergen der Touris abfinden und kann nichts Positives aus dem Touristenandrang für sich ziehen.
  2. In kleinen Unterkünften oder Bio-Hotels übernachten. Familiengeführte Pensionen, Air B’n’Bs oder kleine Hotels geben euch die Chance, euer Reiseziel so authentisch wie möglich zu erleben und ihr unterstützt die Bevölkerung vor Ort anstatt großer Reisekonzerne. Bei Hotels lohnt es sich, nach einer Bio-Auszeichnung zu schauen oder zumindest zu prüfen, wie die Unterkunft zum Thema Nachhaltigkeit steht und was sie schon dafür machen. Dazu gehört zum Beispiel, Wasser und Strom zu sparen, regionales und saisonales Essen anzubieten oder auf fair produzierte Textilien umzusteigen.
  3. Regional und saisonal essen. Gilt eigentlich immer und natürlich auch beim Reisen. Regionale Zutaten, von lokalen Experten zubereitet, schmecken einfach am Besten und hinterlassen durch kurze Transportwege auch keinen großen ökologischen Fußabdruck. Plus: Liebe (auch zu einem Land) geht doch einfach durch den Magen, oder?
Nachhaltig reisen: In diesem Blog Post findet ihr 13 Tipps rund um dieses Thema!

Nachhaltig reisen: Allgemein

  1. Nahreisen (zumindest hin und wieder). Wann ist denn der Hype entstanden, dass wir so weit weg wie möglich reisen müssen? In Deutschland und Europa gibt es Sehenswürdigkeiten, die genauso atemberaubend sind wie die am anderen Ende der Welt. Man muss nicht gleich allen Fernreisen abschwören, aber sich hin und wieder herausfordern und bewusst Ziele im (näheren) Umfeld zu suchen, lohnt sich. Versprochen!
  2. Saisonen akzeptieren. Dem eklig kalt-nassen Winter entfliehen und im November nach Bali fliegen – kann man machen, ist aber schlecht für die Umwelt. Stattdessen könnte man vom „worst case szenario“ ausgehen und den Urlaub passend dazu planen. Warum zum Beispiel nicht ein muckeliges Hotel mit schönem Zimmer und Spa buchen und sich dann bewusst Auszeit nehmen für viele gute Bücher, Stunden im Café und Wind-und-Wetter-Spaziergänge in der Natur?
  3. Weniger und intensiver reisen. Letztlich geht es beim Reisen doch nicht darum, so viele Ziele wie möglich innerhalb kürzester Zeit abzuhaken. Sondern eine für eine gewisse Zeit dem Alltag entfliehen, damit wir uns danach wieder gestärkt in unsere To-Dos stürzen können. Oder? Probiert euch doch mal in Achtsamkeit, konzentriert euch mehr auf das „Jetzt“ und versucht, eure Reisen intensiver und fokussierter wahr zu nehmen. Und diese ultimative Entspannung geht übrigens überall, auch in der oberpfälzischen Pampa.

Tolle Inspiration habe ich übrigens bei Julia von Globusliebe und Sophia von Sophias Welt gefunden! Habt ihr noch mehr Tipps? Wo holt ihr euch Inspiration für Nahreisen?

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