Nachhaltig Geld anlegen und Nachhaltigkeit: Hier gibt's alle Infos dazu!

Geld anlegen und Nachhaltigkeit: Das 1×1

Money, Money, Money, must be funny …

Der Artikel von Julia auf Nice to Have Mag zum Thema „Ethisch sparen und anlegen“ und eure klare Abstimmung auf meinem Instagram-Account waren gute Hinweise: Sparen, Geld anlegen und investieren beschäftigen euch genauso wie mich.

Warum überhaupt Geld anlegen?

Ganz simpel: Um sein Leben freier und unabhängiger gestalten zu können. Indem wir uns ein eigenes Geldpolster erarbeiten, anhäufen und dafür sorgen, dass es sich vermehrt, sind wir bei finanziellen Durststrecken nicht auf unser Umfeld, also Eltern, Partner*in oder Freunde angewiesen. Ganz ehrlich, gibt’s ein bestärkenderes und beruhigenderes Gefühl?

Und auch, wenn „Altersvorsorge“ weder sexy noch cool klingt: Lieber früher als später damit anfangen, damit man später zusätzlich zur gesetzlichen Rente mehr Geld für Kaffeefahrten und Eierlikör auf den Putz hauen kann.
Drittens: Wir sollten der Inflation ein Schnippchen schlagen. Schön und gut, wenn wir brav sparen und auf einem Sparkonto Euro um Euro anhäufen. Die Inflation sorgt aber dafür, dass das Geld weniger wert ist und man kann sich ausrechnen, wie viel Geld man dadurch pro Jahr eigentlich „verliert“. Dem kann man entgegen wirken: Einmal ordentlich informieren, das Geld dann ordentlich anlegen und dann zuschauen, wie es sich vermehrt.

Unterm Strich: Sei smart, lege dein Geld an und feiere deine Unabhängigkeit!

„Geld anlegen“ und Nachhaltigkeit: Das 1×1

Wenn mein Papa früher von „Geld anlegen“ gesprochen hat, habe ich entweder direkt auf Durchzug geschaltet oder gleich die Flucht ergriffen. Es hört sich nun mal so beängstigend kompliziert an. Ist es aber nicht.

Prinzipiell geht es so: Zuerst kümmern wir uns darum, dass wir Geld zur Seite legen. Ein paar angewandte Alltags-Tricks und dann geht das auch mit dem kleinsten Gehalt, versprochen! Dann überlegt man für sich, wie risikobereit man ist. Je schneller man Gewinne erzielen möchte, umso mehr Zeit für Recherche und Handel sollte man einplanen – Spoiler: Alles nichts für mich 🙂 Im dritten Schritt wird’s dann konkret, wir kümmern uns um Sparpläne, Depots und kaufen dann Aktien oder ETFs. Und kümmern uns auch um das i-Tüpfelchen: Nachhaltigkeit beim Geld anlegen.

Nachhaltig Geld anlegen: Diese Möglichkeiten gibt’s

Banken

Konventionelle Banken subventionieren mit dem Geld auf unseren Konten so allerhand: die Rüstungsindustrie, Minen, Tabakunternehmen und damit oft auch Menschenrechtsverletzungen. Autsch! Dabei geht’s auch besser und grüner. Nachhaltige Banken, wie die GLS Bank, die Ethik Bank und die Triodos Bank, verpflichten sich strengen sozial-ökologischen Standards und fördern nachhaltige Entwicklung mit Rücksicht auf Menschenrecht und die Umwelt.
In dieser PULS Reportage erfährt man kurz und kompakt alles rund um Kontoführungsgebühren, Filialen und persönliche Beratung und beim Fair Finance Guide könnt ihr selbst schauen, wie eure Bank abschneidet.

Aktien

Schon längst geht Geld anlegen auch in grün und nachhaltig. Mit unserem Geld können wir unzählige Unternehmen aus unterschiedlichen Sparten unterstützen: Wind- und Solarkraft, Wasser, Soziales, Gesundheit oder sogar vegane Aktien wie der Fleischersatzproduzent „BeyondMeat“. Dabei können wir uns das Potpourri aus Unternehmen entweder selbst zusammenstellen oder auf Aktienfonds zurückgreifen. Das EcoReporter Aktienuniversum bietet eine gute Übersicht über die Branchenbesten.

Aktiv gemanagte Aktienfonds

Fonds sind ein Bündel aus Aktien und das birgt einen großen Vorteil: Wir streuen unser angelegtes Geld und können damit auch das Risiko verringern. Bei aktiv gemanagten Aktienfonds stellen Fondsmanager oder eine Bank ein Potpourri aus Aktien zusammen und versuchen aktiv (daher auch der Name), hohe Gewinne zu erzielen. Das Ganze gibt’s bei nachhaltigen Banken natürlich in „grün“, mit Unternehmen, die bestimmte Kriterien erfüllen müssen. Der Vorteil: Man muss selbst nicht recherchieren und kann bequem in einen Fonds investieren. Der Nachteil: Die Kosten solcher aktiv gemanagten Fonds sind relativ hoch.

Diese Banken bieten eigene Aktienfonds an:
– GLS Bank Aktienfonds
– Steyler Ethik Bank
– Triodos Bank

ETFs

ETFs, also exchange-traded funds, bilden einen Index, also beispielsweise den DAX mit all seinen Unternehmen, ab. Steigt der DAX, steigt auch dieser ETF, es gibt keine Fondsmanager, die sich aktiv um den Fonds kümmern. Deshalb gibt es bei dieser passiven Geldanlage auch keine hohen Zusatzkosten. Auch in diese Kategorie gibt es mittlerweile nachhaltige Alternativen, beispielsweise den MSCI World Socially Responsible oder den iShares Dow Jones Global Sustainability.

Diese ETFs schließen entweder Unternahmen beispielsweise aus der Tabak-, Waffen-, Alkohol-, Atomenergie-Branche aus („Ausschlussprinzip“) oder vereinen Unternehmen aus allen Branchen (auch aus den problematischen) und nehmen davon die, die sich am ökologischsten verhalten („Best-in-class-Prinzip“).

Das große Aber: Es gibt (so mein Eindruck) keinen ETF, der zu 100% nachhaltig ist. So ziemlich alle ETFs haben auch Marken im Portfolio, die manche von uns nicht unterstützen wollen: Procter & Gamble, Pepsi, Total oder L’Oréal.

Meine Empfehlung, wenn euch Geld anlegen UND Nachhaltigkeit wichtig ist: Bei den ETFs und Fonds prüfen, welche Unternehmen im Portfolio sind. Und dann abwägen, wie das mit eurer Überzeugung zusammen passt. Bei mir ist es letztlich ein ETF aus Unternehmen geworden, die sich alle auf Wind-Energie konzentriert

Fazit zum Schluss: Let’s do it!

Auf geht’s, nehmen wir unser Geld in die Hand und sorgen dafür, dass wir nicht nur unabhängig, eigenständig und smart sind, sondern langfristig auch noch unser Geld vermehren. Noch mehr Fragen? Her damit in den Kommentaren!

Bildquelle: Micheile Henderson via Unsplash

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