Plastikfrei einkaufen - ziemlich easy!

Verpackungsfrei & Weniger Plastik: Ein Update

Long time, no see! Aber keine Sorge – abseits vom Blog hat sich natürlich trotzdem Einiges getan in Sachen Nachhaltigkeit und weniger Plastik…

1. Aufgebraucht, aufgebraucht, aufgebraucht

Wenn andere Blogger in den letzten Monaten ihre Zero-Waste-Naturkosmetik gezeigt haben, konnte ich nur müde lächeln, weil sich bei mir noch die unterschiedlichsten Flaschen und Tuben gestapelt haben. Mein oberstes Ziel war und ist, erstmal alles Überflüssige aufzubrauchen und erst dann etwas Neues zu kaufen. Das habe ich ziemlich erfolgreich geschafft: Von Duschgel in allen Geruchsrichtungen über Shampoo und Spülungen bis hin zu Cremes – die Badezimmerschränke werden immer leerer und ich kann langsam auf feste Seifen umsteigen.

2. Nachhaltiges Geburtstagsgeschenk N°1: Zeit statt Zeug

Im Juni hatte ich Geburtstag und habe nur Sachen bekommen, die ich mir auch wirklich gewünscht habe (zum Beispiel: endlich ordentliche Wanderschuhe, yaaay!). Eine ganz besondere Überraschung kam von meiner Schwester: Sie hat mir Konzertkarten für Hans Zimmer geschenkt und weil ich den schon so lang live erleben wollte, freue ich mich riesig auf die gemeinsame Zeit mit Hans … und mit meiner Schwester natürlich auch! 🙂

3. Nachhaltiges Geburtstagsgeschenk N°2: 5 Hausmittel ersetzen eine Drogerie

Das Buch selbst ist jetzt nicht nachhaltig, das ist mir schon klar. Aber die Ansage, dass man sich all die Wässerchen, Sprays und Mittel für den Haushalt und die Reinigung sparen kann und dafür auf natürlichere Allzweck-Reiniger setzt, schon. Ich drücke mich zwar immer noch vor selbst gemachtem Roggenmehl-Shampoo und handgerührter Bodylotion, aber beim Putzen bin ich froh, wenn ich nicht mehr zu umweltschädlichen Chemie-Keulen greifen muss. Definitiv ein Buch mit sehr vielen wertvollen Tipps!

4. Verpackungsfrei einkaufen

Erst vorgestern war ich in einem Bio-Supermarkt und hatte zufällig eine kleine Dose dabei. Zum ersten Mal hab ich mir damit Käse geben lassen und es hat alles so problemlos funktioniert, dass ich jetzt wahrscheinlich immer eine kleine Box in meiner Tasche dabei habe – für zero waste food shopping hauls, höhö! Und ja, ich weiß: Das auf dem Foto ist ein Salat und kein Stück Käse 🙂

Vor allem bei Obst und Gemüse kann man easy auf Plastik verzichten!

An einem Samstag bin ich zur „Plastikfrei-Zone“ am Münchner Max-Weber-Platz gefahren und habe dort – ich sag´s, wie´s ist – die gleiche seltsame Erfahrunge gemacht wie auch im Ohne Laden in der Schellingstraße. Das Einkaufen selbst ist gar kein Problem (nur die Auswahl an Hülsenfrüchten und Getreide könnte am Max-Weber-Platz etwas größer sein) und die Angestellte hat mir beim Abfüllen in meine mitgebrachten Dosen sehr nett geholfen. Nur: In beiden Läden hat man sehr verschnupft reagiert, als ich gefragt habe, ob ich für Instagram Bilder machen darf. Die Begründung in der Plastikfrei Zone war, dass die Regale ein bestimmtes Konzept haben – verstanden habe ich es nicht, habe dann auch keine Fotos gemacht und meine Einkaufserfahrung war eher verhalten.

Mir ist die abwehrende Haltung von diesen Läden ehrlich gesagt suspekt, weil meine einzige Intention, warum ich während des Einkaufens auch noch Bilder mache, die ist, solche Läden mit ihren Konzepten zu zeigen und „Werbung“ für sie zu machen – weil ich das Konzept eben wirklich gut finde. Aber gut, meine unverpackten Kichererbsen und Datteln habe ich bekommen und das war ja auch der eigentliche Sinn meines Einkaufs.

5. Weniger Plastik in Griechenland

Dann war ich noch in Griechenland und habe regelmäßige Mini-Herzinfarkte bekommen, wie viel Plastik eigentlich verwendet wird (obwohl ja wir Deutschen die größten Müll-Produzenten sind, Schande über unser Haupt!). Coffee to go? Klar, im Plastikbecher. Kaffee zum einfach so Trinken im Café? Auch im Plastikbecher. Kaffee im Glas? Dann aber mit Plastik-Strohhalm. Ah und warte, ich geb dir noch ´ne Tüte für die Tüte in der Tüte. In vielen Fällen hab ich immer ganz schnell „No, thanks, I don´t need a bag“ sagen können, aber zum Beispiel bei dem Plastik-Strohhalm merke ich es leider erst, wenn er schon im Getränk auf dem Tisch steht.

Ich hatte dieses Mal aber auch wieder meine Edelstahl-Flasche dabei und ich sag´s euch: Schon allein dafür, dass man sie durch die Sicherheitsschleuse mitnehmen kann, sich dann das Geld für ein überteuertes Mini-Wasser spart und dank wieder aufgefüllter Flasche auf dem Flug nicht verdurstet, ist sie es schon wert! Das Leitungswasser in Griechenland konnte ich zum Glück problemlos trinken und habe dadurch einige Plastikflaschen vermeiden können.

6. I´m Julia. But just call me greenfluencer!

Ich hoffe, ihr habt die Ironie jetzt direkt raus gelesen…Aber im Ernst: Dass sich Arbeitskolleginnen Veja-Schuhe kaufen, neuerdings ganz selbstverständlich von Bestellungen bei Armedangels und Jan´n´June sprechen und meine Eltern mir aus dem Urlaub eine Seife (!) in Papierverpackung (!!) mitbringen, zeigt, dass meine Stimme Einfluss auf Andere hat. Was mich wiederum natürlich sehr freut!

So, ich mische mir jetzt mal meinen nachhaltigen Kalkreiniger zusammen und genieße noch die Sonne – hat sich bei euch in letzter Zeit was in Sachen Nachhaltigkeit getan? Berichtet mal!

One comment

  1. Liebe Julia,
    ich habe auch sehr lange Zeit gebraucht, um meine Vorräte an Kosmetik so halbwegs zu minimieren und ab und an kaufe ich dann auch mal wieder ein paar mehr Produkte, als ich gerade eigentlich bräuchte, aber: die Erkenntnis, dass man eben nicht all das zum Leben braucht ist schon eine Menge wert denke ich.
    Ich finde es sehr interessant, von deinen Fortschritten hin zu Zero Waste zu lesen, während ich mich selbst auf einem ähnlichen Weg befinde.
    Ganz liebe Grüße (: .

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