Ausmisten: Zwei einfache und effektive Strategien

Ausmisten kann richtig Spaß machen. Klingt komisch, ist aber so! Ihr braucht dafür nur eine gute Strategie und schon ist Ausmisten ein großartiger Weg zu einem entspannteren und leichteren Leben. Und nicht mehr notwendiges Übel, das wie ein unliebsames To-Do noch abehakt werden muss. Und wisst ihr was: Ich liefere euch nicht nur eine, sondern gleich zwei Strategien – einfach und effektiv!

Als ich den inspierenden Blog Post von Katharina gelesen habe, sind zwei Dinge passiert. Erstens wollte ich (mal wieder) SOFORT das Buch von Marie Kondo kaufen. Zweitens habe ich zwei Strategien erkannt, die ich fast genauso anwende – ohne je davon gelesen zu haben. Aber warum auch? Sie sind so intuitiv und verlässlich, dass sie beim Ausmisten ein treuer Begleiter geworden sind. Probiert es mal aus und ihr werdet merken, dass euch Entrümpeln leichter fällt und die „Angst, man könnte es ja doch irgendwann mal brauchen“ unbegründet ist.

Meine erste Strategie ist die Frage aus Marie Kondos Buch: „Does it spark joy?“ Ich habe das Buch nicht gelesen habe, kenne diesen Satz aber mittlerweile aus verschiedenen Youtube Minimalismus-Videos oder Buchrezensionen. Mittlerweile kennt ihr wohl jeder, der sich mit Minimalismus oder auch einfach nur Ausmisten beschäftigt. Die recht esoterisch anmutende Frage „Bereitet es mir Freude?“ habe ich mir, ehrlich gesagt, noch nie bei einem Teil gestellt. Sehr wohl aber beschleichen mich bei Kleidungsstücken, Pflegeprodukten und Make-Up verschiedene Gefühle. Okay, das klingt jetzt wohl mindestens genauso esoterisch, oder?

Was ich sagen will, ist: Manchmal reden wir uns die Dinge schön und behalten sie aus herbei gezauberten Gründen, wie „Das habe ich noch gar nicht so lang“, „Man muss es eben anders kombinieren“ oder „Manchmal trage ich schon roten Lippenstift“. Schön und gut. Wenn ich aber merke, dass mich das Teil nur belastet und ich überhaupt keine Freude daran habe, kommt es weg. Denn lieber bereite ich jemand Anderem wirklich Freude damit, als dass die Dinge bei mir im Schrank verstauben.

Hand in Hand mit der „Does it spark joy“ – Strategie geht die „1-Jahres“ – Regel. Klar, manchmal ist ein kleiner Anflug von Unbehagen kein Grund, den halben Kleiderschrank auszusortieren. Manchmal weiß man aber auch einfach nicht sofort, ob man bestimmte Schriftstücke wirklich weg werfen will. Ich merke mir in solchen Fällen ungefähr den Monat meiner Überlegungen und gebe dem Ganzen ein Jahr Zeit. Wenn Unterlagen, Make-Up und Kleidung ein Jahr später nach wie vor unangetastet im Schrank bzw. Regal liegen, miste ich sie aus. Dann aber ohne Ausreden, denn was ich in einem Jahr nicht brauche, werde ich wohl auch in Zukunft nicht benötigen.

Und weil Ausnahmen die Regel bestätigen und ich auch einfach ein paar Dinge nicht ausmisten will: Es gibt bestimmte Briefe, zum Beispiel von meinen Großeltern, die ich echt selten mal in die Hand nehme, lese und mich an sie erinnere. Aber wegwerfen, nur weil die Briefe ein Jahr in der Schublade lagen, würde ich sie nie.

Würdet ihr den „emotionalen Krusch“ behalten? Oder auch da beide Strategien anwenden? Habt ihr denn noch andere Strategien, die euch das Ausmisten erleichtern?

One comment

  1. Liebe Julia,
    das freut mich, dass ich Dich inspirieren konnte!
    Sentimentale Gegenstände finde ich sehr schwer. Ich habe auch noch Geburtstagskarten von meinen verstorbenen Großeltern. Einerseits möchte ich sie ausmisten, denn ich schaue sie sehr, sehr selten an. Andererseits ist es tröstlich zu wissen, dass in der Schublade noch etwas von ihnen liegt, auch wenn sie selbst nicht mehr da sind…
    Liebe Grüße
    Katharina

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