Pflege-Öle: Aktuelle Favoriten

Öle habe ich bis vor einem halben Jahr eher mit Salat-Dressing als mit wertvoller Haut-Pflege verbunden. Dabei gibt es so viele Öle mit ganz unterschiedlichen Wirkstoffen und es lohnt sich, das eine oder andere auszuprobieren. Für euch habe ich meine aktuellen Öl-Favoriten zusammen gestellt.

Vor allem im Herbst und jetzt im Winter habe ich meine kleine Öl-Sammlung sehr zu schätzen gelernt, weil ich damit meine Haut vor Kälte und Heizungsluft optimal schützen und pflegen kann. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn die Haut so spannt, als wäre sie zwei Nummern zu klein – einmal und am liebsten nie wieder, oder? Wenn ihr Öle in eure Hautpflege integrieren wollt, solltet ihr aber drei Dinge beachten, damit ihr am Ende nicht enttäuscht von der Wirkung ist.

1. Man unterscheidet zwischen trockenen und nicht-trockenen Ölen. Trockene Öle zeichnen sich durch einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren aus. So kann die Haut sie mühelos aufnehmen und die Öle ziehen gut ein. Typische trockene Öle sind Jojoba- oder Arganöl. Im Gegensatz dazu haben nicht-trockene Öle mehr gesättigte Fettsäuren, ziehen deshalb erst nach einer Weile in die Haut ein und hinterlassen einen feinen Film. Avocado- oder Macadamiaöl gehört zu den nicht-trockenen Ölen.

2. Das Vorurteil, dass Öle die Pickel verursachen, stimmt teilweise und das liegt am Komedogen-Grad des jeweiligen Öls. Dieser bewegt sich auf einer Skala von 0-5 und stuft die Eigenschaft der Öle ein, Poren zu verstopfen. Je nach Hauttyp kann man hier das perfekte Öl auswählen und die Haut richtig pflegen. 0 steht für nicht komedogen, 5 steht für stark komedogen. Hast du Mischhaut, solltest du Öle verwenden, die nicht oder nur sehr leicht komedogen sind. Bei (sehr) trockener Haut kannst du ruhig ein stärker komedogenes Öl verwenden.

3. Das Öl sollte immer auf feuchter Haut aufgetragen werden, damit die Haut das Öl mit der Feuchtigkeit aufnehmen kann. Wenn ihr das Öl auf eure trockene Haut auftragt, passiert im blödesten Fall genau das Gegenteil: Das Öl entzieht eurer Haut dann nämlich die Feuchtigkeit und sie wird trocken. Verwendet deshalb Thermalwasser, ein Feuchtigkeitsserum oder tragt das Öl direkt auf, wenn ihr mit dem Duschen fertig seid.

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Zu meinen liebsten Ölen gehören aktuell das Jojobaöl (links in dem Pai-Fläschchen), neuerdings das Gurkensamenöl von Farfalla und das Hagebuttenöl von Pai.

Das Jojobaöl zählt zu den trockenen Ölen und hat den Komedogen-Wert 1. Daher ist es gut für alle Hauttypen geeignet, dringt gut in die Haut ein und verbessert deren Elastizität. Für mich ist es ein wunderbares Basic-Öl, das ich für alles verwenden kann: Make-Up entfernen, Pflege, Bodylotion-Ersatz und auch für die Nägel und die Nagelhaut ist es prima.

Das Gurkensamenöl habe ich mir dank Kamila gekauft, die bei Ölen richtig viel Ahnung hat. Das Öl besteht aus den Samen der Gurke (ach, was!) und ist sehr gut für unreine oder trockene Haut. Warum finde ich dieses Öl nach kurzer Zeit schon so großartig? Weil es nicht nur ein ganz natürlicher Feuchtigkeits-Booster ist, sondern auch noch eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung hat. Die enthaltenen Phytosterole stimulieren außerdem die Zellerneuerung und beugen so einer vorschnellen Hautalterung vor. Habe ich den Duft erwähnt? Ganz fein und lecker nach frisch aufgeschnittener Gurke – enough said, oder?

Das Hagebutten- beziehungsweise Wildrosenöl verwende ich schon länger und bin nach wie vor begeistert. Auch durch dieses Öl kann die Haut besser Feuchtigkeit speichern und wird dadurch elastischer. Die im Öl enthaltenen Transretinoide beschleunigen den Selbsterneuerungsprozess der Haut und Pickelmale verschwinden dadurch schneller. Beim Auftragen hoffe ich zwar jedes Mal wieder, dass sich das Öl nicht doch als orangefarbener Selbstbräuner entpuppt – aber bis jetzt hatte ich am nächsten Morgen einfach nur weiche, gepflegte Haut, mehr nicht. Und das wird bei euch genauso sein, versprochen 🙂

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9 comments

  1. Hallo liebe Julia,

    sehr schöner, informativer Beitrag.
    Wie du weißt, benutze ich Öle jeden Tag und ich kann garnicht mehr ohne… 🙂
    Deswegen freue ich mich sehr, dass du auch ein Öl-Junkie geworden bist,

    Liebe Grüße,
    Kamila

    1. Danke Kamila. So liebe Worte von einer Pflege-Öl-Expertin – ich fühle mich ganz geschmeichelt! 🙂 Und bei dir finde ich jedes Mal wieder so viele tolle Tipps und Produkte, mach weiter so.

  2. Auf das Hagebutten-Öl von Pai schwör ich ja! Unglaublich wie weich meine Haut danach ist und sie sieht auch so schön eben aus :). Nur Foundation anschließend auftragen klappt meist nicht, weil es auf dem Öl (auch nach dem Einziehen) nicht so recht haftet. Aber ich trage eh meist keine Foundation, daher ist das für mich nicht so schlimm… 🙂

    1. Ich trage das Öl sogar nur abends, weil das Licht ja die Wirkstoffe leider „zerstört“. Vielleicht wäre das für dich auch was?

      1. Was, echt? Das Licht zerstört die Wirkstoffe? Oh nein, das wusste ich gar nicht. Ich bin ja etwas Dr. Hauschka fixiert und die raten davon ab, nachts ein Öl (oder sonstwas) aufzutragen. Aber ich werde das mit den Wirkstoffen und Licht gleich mal googeln… Danke für den Tipp!!

    1. Danke dir, liebe Cyra!

  3. Hallo liebe Julia, vielen Dank für diese super Tips! Ich bin gerade dabei auf simple Beautyprodukte umzustellen und finde Öle auch ganz wunderbar! Allerdings habe ich bisher noch nicht sehr viele verschiedene ausprobiert, deshalb kommt mir dein Blogpost sehr entgegen. 🙂 Auch deine Erklärungen zu den verschiedenen Hauttypen sind sehr hilfreich. Vielen Dank!

    1. Sehr, sehr gern. Es freut mich, wenn ich dir helfen konnte. Wenn du Fragen hast, melde dich gern, vielleicht habe ich noch ein paar Tipps für dich! 🙂
      Liebe Grüße

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