Thailand: Mein Guide

IMG_20160509_163135618Es ist Zeit für einen gigantischen Thailand-Guide! Dort war ich insgesamt drei Wochen (meine gesamte Süd-Ost-Asien-Reiseroute findet ihr hier) und es ist Zeit für all meine Tipps & Tricks rund ums Thema Essen, Übernachten und Shopping. Achtung, Fernweh vorprogrammiert!

Meine TOP 5 in Thailand:

  1. Pad Thai, Papayasalat und Sticky Rice Mango essen
  2. Die Tempel in Chiang Mai anschauen – am besten alle
  3. Die Unterwasserwelt bestaunen auf Koh Tao
  4. Sich eine typische Thai-Massage gönnen … aber nicht in Chiang Mai
  5. Ein bisschen Hippie sein in Pai

WHERE TO STAY
Bangkok: Lub*d. Auf dieses Hostel bin ich durch Connie gestoßen, weil sie sehr davon  geschwärmt hat. Der Taxifahrer hat mich bei meiner Ankunft am Flughafen ganz schön ausgelacht, weil es gar nicht „Lubd“ ausgesprochen wird (man kann es ja mal probieren!), sondern Lapdi – und das heißt „Schlaf gut!“. In extra abgetrennten Bereichen gibt es saubere Dorms und Badezimmer für die Mädels. Und ja, das extrem gut und süßliche riechende Duschgel muss hier unbedingt kurz eine Erwähnung finden! Es gibt zwei Lub*ds, eines bei Silom und eines am Siam Square. In dem am Siam Square habe ich gleich zweimal übernachtet, weil die Leute dort unglaublich lieb sind und ich die zentrale Lage sehr zu schätzen wusste.

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Chiang Mai: Hug Bed & Breakfast. Die Besitzer des Hug Bed&Breakfast waren wohl die liebsten Hosts, die ich auf meiner Reise kennen gelernt habe. Bei so vielen Dingen haben sie mir geholfen, meinen Kochkurs und Weiterreise nach Pai gebucht, mir Tipps rund um Chiang Mai gegeben und sie waren immer gut gelaunt und freundlich. Die Betten waren sehr gemütlich, die Bäder sauber und ein leckeres, wenn auch sehr simples Frühstück gab es auch – und zwar den ganzen Tag lang.

Pai:  Baan Mai Sak. Uff, Pai war eine Herausforderung, was Hostels anging. Es gab entweder fancy Spas (weit außerhalb vom Dorf) oder für alle Freigeister Baumhaus-Hostels mit Hängematten oder Zirkus-Hostels. Bei einem habe ich vorbei geschaut und es hatte den Anschein, dass Fun & Alkohol eher im Vordergrund stand als Sauberkeit und ein Zimmer mit Fenster. Schließlich habe ich drei Nächte im Baan Mai Sak übernachtet und damit genau gefunden, was ich gesucht habe: Ein nettes Hostel mit sauberem Zimmer und Bad sowie Menschen auf meiner Wellenlänge.

WHERE TO EAT
Bangkok: Neben den Straßenständen und tollen Nachtmärkten (mein liebster Nachtmarkt war am Siam Square) findet man in Chinatown alles, was das kulinarische Herz begehrt. Aber Leute, mir egal, ob ihr Fleisch esst oder nicht – lasst die Finger von den Haifischflossensuppen! Den armen Tieren wird bei lebendigem Leib die Schwanzflosse abgeschnitten, die Haie werden zurück ins Meer geworfen und sterben dort, weil sie nicht mehr schwimmen können. Für ein paar Löffel Suppe muss kein Tier so etwas erleben, oder?

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Etwas westlicheres Frühstück (und ordentlichen Kaffee!!) gibt es in dem tollen verwunschenen Gastro 1/6 (RMA Institue), wovon Gabriele von SoiBlossom berichtet hat. Um euch 1,5 Stunden Suchen zu ersparen, hier mein Tipp: Ihr biegt in die 26. Soi (das heißt so viel wie „kleine Gasse“) der Sukhumvit Road ein und lauft bis zu Soi Sai Namthip 2 (nicht den Fehler machen und in die Nr. 1 einbiegen). Dort lauft ihr weitere 10 Minuten und steht dann vor einem entspannten Ruhepol mitten in der Großstadt.

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Chiang Mai und Pai: Die Nachtmärkte sind großartig, günstiger als in Bangkok und auch hier gibt es viel unterschiedliches Essen. In Chiang Mai gibt es auch viel vegetarisches und veganes Essen, im Dada Kafe hat es mir zum Beispiel sehr gut geschmeckt. In Pai ist gegenüber vom Baan Mai Sak das Om Café und dort ist es so beruhigend schön, dass ich wirklich am liebsten nur noch „Oooooom“ gemacht hätte.

Koh Tao: Steht zwar auch im Lonely Planet, ist aber trotzdem/gerade deshalb echt zu empfehlen: Das Su Chili ist direkt an der „Hauptstraße“ und das Massaman Curry ist dort unglaublich lecker. Normalerweise ist es mit Hühnchen, ich habe es mir mit Anderen geteilt und deshalb nur die Kartoffeln und die Soße gegeseen – aber schon das war ein Traum. Ach ja: Und frühstücken und chillen im Samatha ist Pflicht! 🙂

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Probiert außerdem unbedingt mal die etwas dickeren Nudeln aus, man spricht sie „Pad C U“ aus. Sehr lecker war auch das Pad Pak Boong oder auch Morning Glory. Bis heute weiß ich nicht, was genau das ist, aber es schmeckt ein bisschen wie Spinat mit Knoblauch.

WHERE TO SHOP
Falls ihr an Silber interessiert seid, findet ihr in Chiang Mai (wegen seiner Nähe zu Myanmar und dem dortigen Silbervorkommen), was euer Herz begehrt. Mir wurde die Th Wualai empfohlen, weil dort nicht besonders viele Touristen sind. Die Nimmanhaemin Road lohnt sich für einen kurzen Besuch, weil es dort hippe Cafés und süße kleine Läden gibt. Vintageläden / Fair Fashion Shops kann ich euch leider nicht empfehlen, weil ich in Thailand nicht an Kleider-Shopping interessiert war 🙂 Die absolute Touristen-Meile in Bangkok namens Khao San Road habe ich nur einmal besucht, dort war es mir aber viel zu touristisch und außer einer kleinen Tasche für die Reise habe ich dort nichts gekauft. Der Chatuchack Market ist auch voller Touristen, ist aber perfekt zum Bummeln, Staunen und Kunstbewundern.

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UND SONST SO…?
Gönnt euch eine Massage in Bangkok, nicht in Chiang Mai. In Chiang Mai werden die ehemaligen Insassinnen des dort ansässigen Frauengefängnis ausgebildet und das Ganzesist mittlerweile ein sehr lukratives Geschäftsmodell mit einer eigentlich guten Grundidee. Leider leidet darunter auch die Qualität der Massagen, das heißt, man ist mit 20 (manchmal kichernden, manchmal schnarchenden) Menschen in einem Raum und so ganz entspannt ist das alles dann nicht mehr. Geht entweder ins Baan Sabai Spa in Bangkok oder (mein Favorit!) zu Ruen Nuad in der Convent Road. Eine gute Massage kostet 500 Baht (~ 12€) für 1,5 Stunden.

WAS MIR IN ERINNERUNG BLEIBT
Erstens die geduldige Freundlichkeit von so vielen Menschen in Thailand. Sie hat mir wieder klar gemacht, dass man mit einem höflichen Lächeln manchmal viel, viel weiter kommt als mit grimmigem Murren. Zweitens (und ich hoffe, ich finde die richtigen Worte dafür!) die selbstbewussten, spielerischen Interpretationen von Geschlechtlichkeit. So oft habe ich Männer getroffen (oder zumindest Personen, die vom Großteil der Gesellschaft wegen bestimmter äußerlicher Merkmale als männlich wahr genommen werden), die sich geschminkt haben und hübsch lackierte Fingernägel hatten. Das Faszinierende und Schöne daran war eigentlich ihre Rolle in der Gesellschaft: Die war nämlich. Ganz. Normal. Sie wurden nicht als besonders/komisch/eigenartig wahr genommen, sondern einfach als Menschen jenseits vom geschlechtlichen Schubladendenken.

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Habe ich jemals so viele Informationen in einen Blog Post gepackt? Ich glaube nicht. Hoffentlich hilft euch der eine oder andere Tipp von meinem Thailand-Guide und weitere Fragen beantworte ich sehr gern in den Kommentaren! 

3 comments

  1. Hi, vielen Dank für Deine tollen Tipps. Ich werde im Januar eine kleine Asien-Tour und freue mich jetzt schon total.

    LG
    Joana

    1. Hui, wie schön! Ich hoffe, die Tipps helfen dir bei der Reiseplanung 🙂

  2. […] meinen Reisebericht über Thailand folgt heute mein Guide für Myanmar. Sehr viele Reisende, die ich getroffen habe, haben Myanmar […]

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