How to build a capsule wardrobe

StapelNachdem ich euch letzte Woche meine Gründe für eine Capsule Wardrobe vorgestellt habe, soll es heute darum gehen, wie ich meine Garderobe überhaupt zusammen gestellt habe.

Auch hier habe ich mich wieder an dem Plan der Bloggerin Caroline von www.un-fancy.com orientiert. Sie hat vor allem ihre Ober-und Unterteile nach einer „Rule of Three“ gebildet:

Rule of Three
Quelle: www.un-fancy.com

Diese Regel hatte ich im Hinterkopf, als ich meine Capsule Wardrobe zusammen gestellt habe. So habe ich nun beispielsweise eine weiße Bluse als „Plain Option“, eine sehr stark gemusterte Bluse als „Statement Option“ und ein gestreiftes Hemd als „In-Between Option“. Wichtig war mir aber auch, dass ich all meine „dünnen Oberteile“ mit Cardigans kombinieren kann. Also habe ich Longsleeves wieder nach der oben stehenden „Regel“ ausgewählt und darauf geachtet, dass sie zu meinen Cardigans in den Farben grau, braun und gestreift passen. Letztlich sind es aber ein paar mehr Oberteile geworden, weil ich zum Beispiel unbedingt noch ein gestreiftes Longsleeve dabei haben wollen. Denn: Ohne Streifen, ohne mich 🙂 Ach ja und ganz wichtig sind dünne Tops, die ich im Winter unter Blusen und Co anziehe!

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Cardigans_Capsule Wardrobe

Bei den Unterteilen habe ich meine vier liebsten Jeans in dunkelblau, schwarz und grau sowie drei Röcke ausgewählt, so kam ich ungefähr auf sieben Teile. Bei den Kleidern konnte ich mich nicht wirklich entscheiden, deshalb habe ich zwei „Alltagskleider“, ein festliches Kleid für die Weihnachtsfeiertage und eine Variante dazwischen ausgewählt, die ich noch mit Accessoires aufpeppen kann. Zum Thema Accessoires: Hier sind der Capsule Wardrobe zum Glück keine Grenzen gesetzt. So habe ich wirklich viel Gestaltungsspielraum mit Schals, Tüchern, Ringen, Armbändern und Ketten – ich finde es großartig, dass so meine Schmuckstücke auch endlich mal zur Geltung kommen. Bis jetzt habe ich also Unterteile sowie dünne Oberteile, Blusen und Cardigans. Hinzu kommen noch dicke Wollpullover, die ich wiederum mit Blusen kombinieren kann … aber nicht muss. Für die ganz kalten Tage habe ich auch einen Kaschmir-Pullover ausgesucht, denn ich friere wirklich schnell.

Hosen und Röcke

Kleider_Capsule WardrobePullover

Den Abschluss bilden meine Schuhe. Da habe ich mich für zwei Paar Chelsea Boots entschieden, die ich schon so lange gesucht habe und mir dann vor dem Beginn der Winter Capsule Wardrobe gekauft habe. Zwei Paar schwarze Schuhe sind vielleicht eins zu viel, aber ich wollte sie eben beide dabei haben. Außerdem sind meine blauen Superga Sneakers für die lässigen Tage dabei sowie schwarz-weiß gemusterte Loafer, die gut zu meinen Kleidern passen und eintönige Outfits auflockern. Die Festtage musste ich natürlich Anfang November auch schon im Kopf haben. Für sie habe ich ein Paar Pumps reserviert. Den Abschluss bilden ein Paar blaue Desert Boots und graue Stiefel, auch wieder für die grauen Tage.

Kleidungsstücke in der Winter Capsule Wardrobe insgesamt

Oh weh, mitgezählt habe ich jetzt nicht wirklich. Ich denke, die Zahl bewegt sich zwischen 40 und 50 Teilen. Das ist noch nicht wirklich wenig, aber immerhin ein Anfang. Meine Garderobe besteht übrigens aus Fast Fashion wie H&M, Zara und Mango sowie Fair Fashion wie HessNatur, Grüne Erde und Nudie Jeans. Ich stelle meine Garderobe nämlich nach und nach um und werfe Klamotten von Zara und Co nicht einfach weg, denn das ist für mich nicht nachhaltig. So ist beispielsweise ein Streifenshirt von H&M bei der Capsule Wardrobe dabei, weil ich nun mal noch kein fair produziertes gekauft habe.

Capsule Wardrobe

Fazit nach einem Monat Capsule Wardrobe

Bis jetzt habe ich mit meiner Capsule Wardrobe großen Spaß: Obwohl (oder gerade weil?) meine Garderobe jetzt so reduziert ist, macht mir das Kombinieren total Spaß und ich stehe nicht mehr ratlos vor meinem Kleiderschrank. Und, wie gesagt, ich nutze viel mehr Schmuck und Accessoires, um dem jeweiligen Outfit noch den letzten Schliff zu verpassen. Hin und wieder ertappe ich mich aber schon dabei, wie ich in Online Shops stöbere und gerade beim vergangenen Black Friday hätte ich schon ein paar Kleidungsstücke auf meiner Wunschliste gehabt. Gekauft habe ich aber nichts (zumindest keine Klamotten!) und bin darüber im Nachhinein auch ganz glücklich – denn wirklich gebraucht habe ich nichts.

So, die Hälfte meiner Winter Capsule Wardrobe habe ich geschafft. Ein Resumé nach dem zweiten Monat wird es natürlich auch geben. Welche Teile müssten denn auf jeden Fall in eurer Capsule Wardrobe dabei sein? Auch gestreifte Shirts? 🙂

3 comments

  1. Boah,
    ich muss sagen, starker Beitrag. Hier hab ich wirklich das Gefühl, dass du dich mit dem Thema wirklich gut auseinander gesetzt hast. Und die Farben und der Style gefällt mir sowieso total!
    Einen Gedanken, den du formuliert hast, finde ich auch extrem treffend: Ja, auch ich habe mehr Sachen von Zara und H&M im Schrank hängen, als es vielleicht „richtig“ wäre. Aber nur weil ich mir jetzt vornehme, mehr auf Qualität und Herkunft zu achten, bedeutet es nicht, dass ich alles andere entsorge. Denn das ist wirklich alles andere als nachhaltig!

    Ich glaube, ich wühle mich jetzt auch nochmal durch meinen Schrank…

    Liebe Grüße
    Julia | http://notyourcomfortzone.com/

    1. Danke für dein Feedback und es freut mich sehr, dass dir dieser Beitrag gefallen hat und du dich jetzt sogar nochmal durch deinen Schrank wühlst! 🙂

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